Trauer ist so individuell wie die Menschen, die sie erleben.
Diesen Gedanken begleitet mich in meiner Arbeit jeden Tag. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg zu trauern – jede Geschichte, jede Familie und jeder Verlust sind einzigartig.
Mit Offenheit, Wertschätzung und einer systemischen Haltung begleite ich Menschen in Zeiten von Verlust und Trauer. Ebenso unterstütze ich Fachkräfte dabei, mehr Sicherheit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu gewinnen.
Sterben, Tod und Trauer begleiten mich schon mein ganzes Leben.
Nicht, weil ich mir diesen Weg bewusst ausgesucht habe.
Sondern weil ich durch den Beruf meines Vaters schon früh mit Abschied, Tod und Trauer in Berührung gekommen bin. Diese Themen gehörten für mich von klein auf zum Leben – nicht als etwas Fremdes oder Beängstigendes, sondern als Teil menschlicher Geschichten.
Damals war mir nicht bewusst, wie sehr mich diese Erfahrungen prägen würden. Heute weiß ich: Sie haben meine Haltung und meinen beruflichen Weg entscheidend beeinflusst.
Mein beruflicher Weg führte mich zunächst in die Soziale Arbeit und später zur systemischen Beratung. Dort fand vieles zusammen, was mich schon lange begleitet hatte: die Arbeit mit Menschen, die Bedeutung von Beziehungen und die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer.
Vor einigen Jahren wurde das Thema Trauer auch Teil meiner eigenen Lebensgeschichte, als mein Vater nach kurzer schwerer Erkrankung verstarb. Diese Erfahrung hat meine Haltung nicht verändert, sondern vertieft. Sie hat mir noch einmal gezeigt, dass Trauer so individuell ist wie die Menschen, die sie erleben – und dass Begleitung vor allem bedeutet, präsent zu sein, zuzuhören und den eigenen Weg eines Menschen zu respektieren.
Mich bewegt die Überzeugung, dass niemand mit Trauer allein sein sollte. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Sterben, Tod und Trauer selbstverständlich zum Leben dazugehören dürfen – in Familien, in Schulen, in Kitas und überall dort, wo Menschen miteinander leben.
Deshalb begleite ich nicht nur Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene in ihrer Trauer, sondern unterstütze auch Fachkräfte dabei, Sicherheit im Umgang mit diesen Themen zu gewinnen. Denn jeder Mensch, der sich einem trauernden Kind oder Erwachsenen zuwendet, kann einen Unterschied machen.
Ich begegne Menschen mit Offenheit, Wertschätzung und einer systemischen Haltung. Mir ist wichtig, Trauer nicht als etwas zu sehen, das überwunden werden muss, sondern als Teil einer Lebensgeschichte, der einen neuen Platz finden darf.
In meiner Arbeit verbinde ich Gespräche mit kreativen Methoden, Erinnerungsarbeit und Ritualen – immer orientiert an den Menschen, die ich begleite.
Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Menschen mit allem da sein dürfen, was gerade ist – mit Fragen, Erinnerungen, Tränen, Hoffnung oder auch Stille.
Sozialarbeiterin (B.A.)
Systemische Beraterin
Referentin für Trauerarbeit und systemische Trauerbegleitung
„Ich glaube nicht daran, dass Trauer überwunden werden muss.
Ich glaube daran, dass sie ihren Platz im Leben finden darf.“